The turtle is dancing

Posted by on 04 Mar 2014 | Tagged as:

Ich bin zur Zeit für meinen neuen Arbeitgeber in der Schweiz unterwegs und bin in einem kleinen (aber feinen!) unscheinbaren Hotel untergebracht. Im kostenfreien WLAN ist mir dann etwas aufgefallen: Ich habe hier natives IPv6. Ohne Stress, ohne, dass ich es groß bemerkt habe (hätte ich nicht einen ping gemacht und die IPv6-Zieladresse gesehen).

IPv6 kommt nicht, IPv6 ist schon da!

Nostalgie

Posted by on 07 Mar 2012 | Tagged as:

Diese Sache mit dem Kinderkriegen beschäftigt mich schon ganz schön. Ich sinniere darüber, was an meiner Kindheit schön und weniger schön war und was für eine Art Vater ich werden möchte.

Beim Nachdenken über meine Kindheit bin ich auf Kinderlieder gekommen. Im Gespräch mit meiner Frau kristalisierte sich recht schnell raus, dass ich zwar einige von ihren Kinderliedern kenne, sie aber meine absoluten Lieblingslieder nicht kennt. Bei der Recherche im Netz musste ich feststellen, dass meine Lieder (die alle auf derselben Musik-Kassette waren, die ich bis zum Erbrechen rauf und runter gespielt habe) im Netz nicht zu finden sind. Google spuckte beim Eintippen der prägnanten Textstellen (“Wenn ich groß bin fahr ich eine Lokomotive”, “Das Känguruh hatte ein halbes Pfund Sand im Schuh”, “Schau mal wie du aussiehst, …, wir stecken dich am Besten dort in die Waschmaschine, dann wirst du sauber, so weiß wie ‘ne Gardine”) nur Posts von anderen Suchenden aus.

Kathrin hat dann über ein paar Umwege herausgefunden, dass meine Musikkassette wohl die spielen und lernen Kinder-MusiCassette von 1984 gewesen sein muss. Die wird natürlich nicht mehr im Handel verkauft und auf Ebay gab es auch kein Angebot.

Zum Glück konnte ich aber herausfinden, dass ein Michael Frielinghaus für die Produktion verantwortlich war. Seine alten Sachen wurden als CD neu aufgelegt und werden heute noch verkauft!

Kathrin kennt jetzt meine alten Lieder und meine Tochter wird sie zu gegebener Zeit auch hören. 🙂

Kleines wirft seinen Schatten voraus

Posted by on 31 Jan 2012 | Tagged as:

Wenn alles planmäßig verläuft, ist mein sorgenfreies Leben ohne Verpflichtungen (dafür voll mit Extremsport und gesundheitsschädlichen Substanzen und Tätigkeiten) Anfang August vorbei, denn dann werde ich Vater sein.

Es ist schwierig zu beschreiben, wie ich mich fühle. Am Anfang war da diese existentielle Angst (Können wir das schaffen? Was soll denn dabei herumkommen, wenn ich ein Kind großziehe? Werde ich jemals wieder Freunde treffen und Hobbies haben können?) gepaart mit purer Euphorie.

Inzwischen ist die Angst einer gewissen Unsicherheit gewichen; über das große Ganze mache ich mir keine Sorgen mehr. Wenn 15-jährige Single-Mütter mehrere Kinder unter prekären Umständen gesund ins Erwachsenenalter bringen können, sollten wir als gut ausgebildetes und nicht schlecht verdienendes Paar es doch auch schaffen, oder? Die Unsicherheit betrifft jetzt die tausenden von Details, die ein Kind so mit sich bringt (Welche Windelmarke? Babyzeichen ja/nein? Um wieviel Uhr sollte ein Jugendlicher zu Hause sein?), was sich aber alles nach der Geburt von selbst klären sollte.

Ich bin sehr gespannt, wie dieses Abenteuer aussehen wird.

Rhein Main Presse: Kundenfreundlich geht anders

Posted by on 18 Sep 2011 | Tagged as:

Im Zuge der Hochzeitsvorbereitung wollte ich in der Darmstädter Lokalzeitung “Darmstädter Echo” und in der Wiesbadener Lokalzeitung “Wiesbadener Kurier” jeweils eine Anzeige aufgeben (klassische Familienanzeige, zweispaltig, farbig, um die 45 mm hoch).

Darmstädter Echo

Auf der Seite vom Echo sind alle wichtigen Informationen verlinkt: Eine normale Telefonnummer, die man bei Fragen anrufen kann, eine komplette Preisliste und eine Emailadresse, die wirklich genutzt wird. Auf Fragen per Email bekam ich 10 Minuten später eine von einem kompetenten Menschen geschriebene Antwort. Meine Vorlage für die Anzeige kann ich per Email hinschicken; alles kein Problem.

So sollte eine Verkaufsseite (nichts anderes ist ein Anzeigendienst: der Verkauf von Anzeigenplatz) aussehen: so wenig Stolpersteine zwischen den Kunden und dem Geldfluss auslösenden Verkauf.

Wiesbadener Kurier

Der Wiesbadener Kurier ist Teil der “Rhein Main Presse”, deren Anzeigen-Seite purer Infomüll ist. Elementar wichtige Dinge wie Kosteninformationen und Layout-Möglichkeiten sind nicht direkt verfügbar. Wenn man sich durch das Anzeigentool durchklickt (in dem man nur vorgefertigte Musteranzeigen anpassen kann; eigene Motive sind tabu) kann man, wenn man ein Muster in der Größe der geplanten Anzeige gefunden hat, einen Preis sehen. Um den Preis für eine farbige Anzeige zu erfahren muss man Farbe zum Muster hinzufügen.

Dieses Informationsdefizit könnte man durch einfache Kommunikationswege zur Anzeigenabteilung abfedern; die “Rhein Main Presse” hat sich allerdings dagegen entschieden (wahrscheinlich machen zahlende Kunden zuviel Arbeit). Noch nicht einmal ein Kontaktformular findet sich (von einer Emailadresse ganz zu schweigen). Eine normale Telefonnummer ist auch Mangelware; stattdessen soll ich eine 42 cent/Minute teure Sonderrufnummer benutzen. Ich soll also für das Privileg zahlen, dass die “Rhein Main Presse” mir Anzeigenplatz verkauft?!

Den Plan, im Wiesbadener Kurier eine Anzeige aufzugeben, überdenke ich nochmal.

IPv6 day

Posted by on 07 Jun 2011 | Tagged as:

FYI: Wenn Ihr das hier außerhalb eures RSS-readers lesen könnt, ist eure Hard- und Software zumindest Dualstack-kompatibel.

Photodump Wien

Posted by on 31 Mar 2011 | Tagged as:

Kultur-Pflichtkauf

Posted by on 14 Feb 2011 | Tagged as:

Mir durch den Grammy-Gewinn wieder ins Ohr gebracht: Christopher Tin – Calling All Dawns.

Suiten sind überbewertet

Posted by on 25 Aug 2010 | Tagged as:

Dank einer großzügigen (und durchaus nicht selbstverständlichen) Regelung meines Arbeitgebers darf ich dienstlich angefallene Bonus-Meilen oder Bonus-Punkte privat nutzen. Dies habe ich für die letzte Übernachtung unseres Irlandurlaubs gemacht und eine kostenlose Nacht im Doppelzimmer vom Westin Dublin gebucht. Das Hotel ist perfekt im Herzen von Dublin gelegen (Google Maps): 50 Meter vom Trinity College entfernt; alle interessanten Touri-Attraktionen sind in Laufnähe.

Im Hotel angekommen gab es eine freudige Überraschung: wir wurden kostenlos vom Doppelzimmer auf die William-Butler-Yeats-Suite heraufgestuft. Die Suite erstreckte sich über zwei Etagen: in der unteren Etage waren ein großes Bad mit Badewanne und Dusche sowie das Schlafzimmer untergebracht. In der über eine Wendeltreppe erreichbare oberen Etage war eine kleine Sitzecke, ein großer Fernseher und ein Schreibtisch samt Stuhl.

Wir haben die Suite ausschließlich zum Schlafen und frisch machen genutzt. Die obere Etage haben wir mehr aus Jux & Dollerei aufgesucht. Wer bitteschön braucht in einem Hotel so viel Platz?

Hygienefanatiker sind eine leichtgläubige Zielgruppe

Posted by on 23 Aug 2010 | Tagged as:

Es gibt in meinen Augen keine Gründe für den Einsatz von antibakteriellen Seifen (oder Lotionen) in Privathaushalten (außer vielleicht, dass man einen Kranken pflegt oder ein immun-geschwächter Mensch Teil des Haushalts ist). Die übertriebene Hygiene führt dazu, dass das Immunsystem schwächer wird; außerdem fördert die sterile Umgebung das Aufkommen von Allergien bei Kindern. Man kann also sagen, dass der Gebrauch von antibakteriellem Gedöns sogar schädlich ist.

Dank von Angst und Schuld geprägter Werbekampagnen (Du willst doch nicht, dass deinem Kind was passiert?!) ist der Konsum von antibakterillem Zeug in den letzten Jahren trotzdem gewachsen. Inzwischen scheint der Markt heiß umkämpft zu sein; jedenfalls versuchen die Hersteller jetzt, sich voneinander abzusetzen.

Den in meinen Augen fragwürdigsten Ansatz wählt die Firma, die folgenden Werbeclip im irischen Fernsehen geschaltet hat:

Anscheinend sind die wenigen Sekunden zwischen der Benutzung eines Seifenspenders und dem Waschen der Hand ein großes Problem. Hunderte von Bakterien können sich auf dem Seifenspenderknopf befinden! Fakt: ein sauberer, firscher Kopfsalat hat um die 10’000 Bakterien/cm²; Hunderte von Bakterien ist also alles andere als dreckig! Und um diese gefährliche Kontamination von wenigen Sekunden zu vermeiden kaufen die Hygienefanatiker für teures Geld so einen Blödsinn…

Irland-Urlaub: HDR-Ausbeute

Posted by on 23 Aug 2010 | Tagged as:

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